Diese SWOT-Analyse betrachtet die Optischen Technologien im deutschlandweiten Kontext.
Stärken
Unternehmen der Optischen Technologien sind in Deutschland sehr gut sektoral und regional vernetzt. Sie sind technologieführend bei Hochleistungs-LED, Scheibenlasern und Faserlasern. Darunter sind Weltmarktführer bei Lasern für Materialbearbeitung, optische Mikroskopie und innovative Beleuchtungstechnik. Sie produzieren am Standort Deutschland – auch weil hier ein etabliertes einzigartiges Aus- und Weiterbildungssystem vorhanden ist.
Starke Anwenderbranchen sind die Automobilindustrie, die Medizintechnik, die Beleuchtungsindustrie und die Biotechnologie, aber auch KMU und Handwerk.
Industrie, Wissenschaft und Politik haben gemeinsame Strategien entwickelt.
Schwächen
Für Massenmärkte wie Displays oder Kameras gibt es in Deutschland jedoch keine Produktion. Der Austausch zwischen Grundlagen- und Industrieforschung ist zu langsam.
Die EU ist nicht als einheitlicher Forschungs- und Wirtschaftsraum wahrnehmbar.
Chancen
Bei der Consumeroptik ist eine Zurückgewinnung der Massenmärkte möglich. Durch neue Beleuchtungssysteme ist eine Energieeinsparung um Faktor 10 möglich, was den Einsatz von LEDs ankurbeln wird.
Bei der Lasermaterialbearbeitung sind erst 10 bis 20 Prozent aller potenziellen Anwendungen erschlossen. Neue Forschungsfelder sind die Terahertz-Strahlung, Biophotonik, organische Leuchtdioden (OLED), optische Metamaterialien und die Siliziumoptik. Insgesamt ist ein Beschäftigungszuwachs von 40 Prozent bis 2010 möglich.
Herausforderungen
Technische Vorsprünge gegenüber Asien und Nordamerika sind allerdings gefährdet. Vor diesem Hintergrund ist frühzeitig dem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen.
Datenbasis
SWOT-Analyse auf Basis der Marktstudie im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Ideen zünden. Eine Hightech-Strategie für Deutschland
Optische Technologien – Wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland

