
Eine Übersicht regionaler Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus dem Bereich der Lasertechnik kann jetzt eingesehen werden.

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Ab Sommer 2012 starten zwanzig Airbus A320 mit dem norwegischen Frühwarnsystem AVOID. Es soll die Sicherheit beim Überfliegen aktiver Vulkangebiete erhöhen.
Aschepartikel können Cockpitscheiben zerkratzen oder die Funktion der Düsentriebwerke beeinträchtigen und somit die Flugsicherheit massiv gefährden. Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull verursachte im April 2010 aufgrund von Flugausfällen Umsatzeinbußen von 1,5 bis 2,5 Mrd. € (rund 150 Mio. € am Tag) für die betroffenen Fluggesellschaften. Da eine Einschätzung der Gefahr aus der Luft nicht möglich war, blieben die meisten Maschinen sicherheitshalber am Boden.
Mit der Spezialkamera AVOID könnte das jetzt anders werden. Sie erkennt per Infrarot-Laser die Dichte der Partikel in Aschewolken – ein entscheidendes Indiz für möglicherweise notwendige Ausweichmanöver. Zwei Infrarot-Kameras am Heck des Flugzeugs warnen bereits im Abstand von 100 km vor einer Aschewolke und geben dem Piloten fünf bis zehn Minuten Zeit, das Risiko abzuschätzen und entsprechend zu reagieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Flugzeug am Tag oder nachts unterwegs ist.
Bereits vor fünf Jahren hatte der Australier Fred Prata die Idee zur Vulkanasche-Kamera, stieß aber in seinem Heimatland auf wenig Interesse für das Konzept. Erst am norwegischen Luftforschungsinstitut NILU fand Prata die notwendige Unterstützung zur Entwicklung. Anfang 2011 wurde das Frühwarnsystem zehn Tage lang in Flugtests rund um die italienischen Vulkane Etna und Stromboli erfolgreich getestet. Jetzt hat die Nicarnia AS, Kjeller, ein Spin-Off des NILU, die Vermarktung von AVOID übernommen. Als erster Kunde wird ab dem kommenden Jahr die britische Fluggesellschaft easyJet in Kooperation mit Airbus die Vulkanasche-Kamera einsetzen.